Ergebnisse der dritten Stufe der Lärmkartierung für Lengerich

Information der Öffentlichkeit und Bürgerbeteiligung

Die Ergebnisse der dritten Stufe der Lärmkartierung für das Stadtgebiet Lengerich liegen vor: Auf dem Umgebungslärmportal des Landes NRW (www.umgebungslaerm-kartierung.nrw.de) können sich Bürger, die an Teilstrecken bestimmter Hauptverkehrsstraßen wohnen, darüber informieren, inwieweit sie von Umgebungslärm durch hohes Verkehrsaufkommen betroffen sind.

Hauptverkehrsstraßen sind laut Umgebungslärmrichtlinie Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen, deren Verkehrsaufkommen über 3 Mio. Kfz pro Jahr liegt. Lärm, der von nichtqualifizierten, innerstädtischen Straßen ausgeht, wird in diesem Zusammenhang nicht kartiert, auch wenn deren Verkehrsaufkommen den Schwellenwert überschreitet. Bürger, die an stark frequentierten, innerstädtischen Straßen wohnen, werden daher im Internet-Umgebungslärmportal des Landes keine Informationen über den Lärmpegel an ihrem Wohnstandort finden.

Im Stadtgebiet Lengerich wurde in der dritten Stufe der Lärmkartierung vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) der Lärm an folgenden Hauptverkehrsstraßen kartiert (siehe Karte 1 u. 2):

SchallquelleØ Belastung [Mio. Kfz/Jahr]Ø Belastung [Kfz/Tag]*
A1 (südl. AS Lengerich)22,84662.300
A1 (nördl. AS Lengerich)21,63159.300
L589 (Schulstraße)4,33911.900

*Kfz/Tag = Kfz/Jahr/365 (auf die nächste Hunderterstelle gerundet)

Gegenüber der Lärmkartierung der Stufe 2 ist der Südring (L 591) nicht mehr in die Berechnung eingeflossen, weil die Belastung unter die Grenze von 3 Mio. Kfz pro Jahr gefallen ist.

Die in den Lärmkarten skizzierten Bereiche haben nicht die Bedeutung von Grenzwerten, die verpflichtend einzuhalten sind. Sie dienen dazu, die Gebiete einzugrenzen, für die Handlungsbedarf gemäß Richtlinie besteht. Bürgerinnen und Bürger können aus Lärmaktionsplänen keine unmittelbaren Rechtsansprüche zur Durchsetzung von Maßnahmen ableiten.

„Lärmprobleme“ in diesem Sinne liegen vor, wenn an Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebäuden ein Lden von 70 dB(A) oder ein Lnight von 60 dB(A) erreicht oder überschritten wird. Diese Werte werden als Auslösewerte für die Untersuchung von Schutzmaßnahmen entsprechend den Empfehlungen des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- u. Verbraucherschutz NRW angesehen.

Einen ersten Zwischenbericht des Lärmaktionsplanes (Stufe 3) der Stadt Lengerich mit detaillierten Erläuterungen und Berechnungsergebnissen der belasteten Flächen, Wohnungen, öffentlichen Einrichtungen und betroffenen Menschen finden Sie hier:


Fragen oder Anregungen zur Lärmkartierung bzw. zum Zwischenbericht des Lärmaktionsplanes können bis zum 26.05.2018 an Herrn Rhode (Stadtverwaltung, Tecklenburger Str. 4, Telefonnummer 05481-33540, m.rhodelengerichde) vom Fachdienst Bauen, Planen und Umwelt gerichtet werden.

Zur Information:
Die EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG verfolgt das Ziel, ein europaweites Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern. Als Maßnahme zur Erreichung dieses Zieles erfolgt eine umfassende Lärmkartierung, die alle fünf Jahre wiederholt und veröffentlicht wird.

Auf dem Umgebungslärmportal des Landes NRW können zudem die Ergebnisse der Lärmkartierung an Haupteisenbahnstrecken für die Schienenstrecke unter der Internet-Adresse laermkartierung1.eisenbahn-bundesamt.de eingesehen werden. Diese Kartierung wird alle fünf Jahre vom Eisenbahn-Bundesamt durchgeführt.

Die Informations- und Beteiligungsplattform des Eisenbahn-Bundesamtes findet sich unter der Internet-Adresse: www.laermaktionsplanung-schiene.de.