01. April 2026
Förderung von bis zu 1.000 Euro!

Stadt ruft zur Teilnahme am Wettbewerb „Abpflastern“ auf
Die Stadt Lengerich beteiligt sich am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“. Ziel ist es, gemeinsam versiegelte Flächen zu reduzieren und so aktiv etwas für Artenvielfalt und die Lebensqualität vor Ort zu tun. Carsten Rech, Projektkoordinator Klimafolgenanpassung beim Kreis Steinfurt, betont die positiven Auswirkungen entsiegelter Bereiche: „Begrünte Flächen und blühende Gärten sind ein Lebensraum für Vögel, Bienen und Schmetterlinge. Passend bepflanzt sind sie zudem sehr pflegeleicht.“ Sie haben darüber hinaus wichtige Vorteile: Grünflächen schützen vor Starkregenschäden, sorgen durch Verdunstungskühle vor Sommerhitze und sorgen somit in Zeiten häufiger auftretender Klimawandelfolgen für ein lebenswertes Umfeld.
Mit dem Wettbewerb „Abpflastern“ werden genau solche Maßnahmen sichtbar gemacht und gewürdigt. Teilnehmen können alle – Privatpersonen ebenso wie Unternehmen, Vereine oder Institutionen. Um Teil der bundesweiten Aktion zu werden, müssen bis zum 31. Oktober Vorher-Nachher-Fotos unter https://www.abpflastern.de/ eingetragen werden oder der Stadtverwaltung zugeschickt werden. Jede Maßnahme, ob klein oder groß, trägt dazu bei, Städte lebenswerter und widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen zu machen.
Um dieses Engagement zu unterstützen, stellt die Stadt Fördermittel aus dem Klimafonds bereit. So wird die Umwandlung von artenarmen und hitzebildenden Schottergärten ab einer Größe von mindestens fünf Quadratmetern in hochwertige, naturnahe Lebensräume mit 50 % bis maximal 1.000 Euro bezuschusst.
Auch die Entsiegelung von Flächen ab zehn Quadratmetern, beispielsweise das Aufbrechen von Pflaster- oder Betonflächen, kann mit bis zu 1.000 Euro gefördert werden. Wichtig ist, dass die Förderanträge vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Das Budget ist begrenzt. Weitere Informationen sowie den Antrag zum Klimafonds finden Sie unter: www.lengerich.de/klimafonds. Die Stadt möchte so gezielt Anreize schaffen, private Flächen klimaangepasst und ökologisch wertvoll zu gestalten.
Ergänzend bietet der Kreis Steinfurt unter www.energieland2050.de/entsiegeln verschiedene Unterstützungsangebote an. Dazu zählen Onlinevorträge sowie Informationsmaterialien rund um naturnahe Gartengestaltung, Entsiegelung und Klimaanpassung. Diese helfen Interessierten dabei, eigene Projekte fachlich fundiert zu planen und umzusetzen.
Immer mehr versiegelte Flächen prägen das Stadtbild – von Schottergärten über gepflasterte Höfe bis hin zu betonierten Einfahrten. Was auf den ersten Blick pflegeleicht erscheint, hat jedoch spürbare Folgen: Gerade in Zeiten des Klimawandels heizen sich diese Flächen im Sommer stark auf und tragen zur Überhitzung in Wohngebieten bei. Gleichzeitig kann Regenwasser nicht versickern, was die Kanalisation belastet und das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregen erhöht. Zudem gehen wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Pflanzen verloren.
Die Entsiegelung solcher Flächen bietet hier eine wirksame und zugleich vergleichsweise einfache Lösung. Wo Beton, Asphalt oder Schotter entfernt werden, kann wieder Grün entstehen, Pflanzen kühlen ihre Umgebung, verbessern die Luftqualität und schaffen neue Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Gleichzeitig wird Regenwasser wieder im Boden gespeichert – ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Ansprechpersonen bei der Stadt Lengerich sind:
