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18. September 2026

Bahnhof Lengerich offiziell eingeweiht – moderner Mobilitätsknoten für die Stadt

DB InfraGO modernisiert Verkehrsstation, Stadt gestaltet Bahnhofsumfeld neu dank umfangreicher Förderung durch den NWL

Offizielle Eröffnung des Lengericher Bahnhofs

Der Bahnhof Lengerich präsentiert sich nach Abschluss der wesentlichen Baumaßnahmen als moderner und attraktiver Mobilitätsknoten. Nachdem die DB InfraGO AG bereits im vergangenen Jahr die Verkehrsstation umfassend modernisiert hatte, sind nun auch der von der Stadt Lengerich neugestaltete Bahnhofsvorplatz und die neue Radabstellanlage fertiggestellt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der DB InfraGO AG und des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) hat die Stadt Lengerich den modernisierten Bahnhof am heutigen Freitag offiziell eingeweiht.

Das heutige Erscheinungsbild des Bahnhofs ist das Ergebnis verschiedener ineinandergreifender Maßnahmen. Die DB InfraGO AG hat die Verkehrsstation grundlegend modernisiert. Neue Bahnsteige, eine modern gestaltete Personenunterführung, barrierefreie Zugänge und neue Fahrgastinformationen sorgen für mehr Komfort, Sicherheit und eine deutlich bessere Zugänglichkeit. Damit wurde die Verkehrsstation umfassend und zukunftsfähig aufgestellt. Rund neun Millionen Euro sind in die Umgestaltung des Bahnhofs Lengerich geflossen, der NWL hat rund 60 Prozent davon finanziert.

Michael Jansen, Leiter des DB-Bahnhofsmanagements für den Raum Münster: „In Lengerich empfangen wir Reisende an einem Bahnhof, den wir nach klar definierten Qualitätsstandards modernisiert haben. Mit zeitgemäßer Ausstattung, moderner Fahrgastinformation und der deutlich verbesserten Barrierefreiheit ist die Aufenthaltsqualität am Bahnhof nochmal deutlich gestiegen. So können wir noch mehr Menschen von der klimafreundlichen Bahn überzeugen.“

An die Modernisierung der Verkehrsstation schließen die Maßnahmen der Stadt Lengerich an. Der Bahnhofsvorplatz wurde vollständig neu gestaltet und zu einer attraktiven Mobilstation weiterentwickelt. Kernstück ist die neue Fahrradsammelschließanlage mit Platz für mehr als 178 Fahrräder. Sie schafft insbesondere für Pendlerinnen und Pendler eine sichere und komfortable Möglichkeit, Fahrrad und Bahn miteinander zu verbinden.

Auch der Übergang zwischen Personenunterführung und Bussteig wurde neu und übersichtlich gestaltet. Neue Sitzgelegenheiten, Pflanzbeete und Orientierungselemente verbessern die Aufenthaltsqualität und erleichtern die Orientierung. Bahn, Bus, Fahrrad und Fußverkehr werden damit an einem zentralen Ort besser miteinander verknüpft.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der städtischen Maßnahmen war die umfangreiche finanzielle Unterstützung durch den Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Allein die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes wird mit 1.055.800 Euro gefördert. Das entspricht einer Förderquote von 90 Prozent. Ohne diese erhebliche Unterstützung wäre die umfassende Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes für die Stadt Lengerich in dieser Form nicht möglich gewesen.

Neben der finanziellen Unterstützung hebt die Stadt insbesondere die enge, kollegiale und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit dem NWL hervor. Als sich im Projektverlauf beispielsweise die Kosten für den Abriss des ehemaligen Bahnhofsgebäudes erhöhten, konnte gemeinsam eine Lösung gefunden werden, sodass auch diese Mehrkosten im Rahmen der Förderung berücksichtigt werden konnten.

Auch bei der neuen Fahrradsammelschließanlage konnte die Stadt auf bestehende Strukturen zurückgreifen. Über radbox.nrw wurde die Anlage in ein etabliertes Buchungs- und Zugangssystem integriert.

„Die Projekte am Bahnhof Lengerich sind ein schönes Beispiel, wie viele Einzelmaßnahmen zu etwas Ganzen zusammenfinden können: Wir haben gemeinsam mit der Stadt Lengerich, der DB InfraGo und weiteren Partnern viel bewegt, um den Bahnhof zu modernisieren. Das Mobilitätskonzept des Bahnhofs verknüpft verschiedene Verkehrsmittel sehr gut miteinander. Damit unterstützt es auch das zentrale Ziel des NWL: ein zukunftsfähiges und vernetztes Mobilitätsangebot für unsere Region zu schaffen. Daher freuen wir uns, dass wir mit diesem Projekt einen weiteren Meilenstein für dieses Ziel erreicht haben“, so Christiane Auffermann, Vorständin des NWL.

Ein weiterer Baustein im neugestalteten Bahnhofsumfeld folgt in Kürze: Am Bahnhof wird eine neue öffentliche WC-Anlage errichtet. Die Aufstellung ist derzeit für Ende Oktober vorgesehen. Auch diese Maßnahme wird durch den NWL mit einer Förderquote von 90 Prozent unterstützt. Die Fördersumme beträgt 315.300 Euro.

Damit stellt der NWL für die beiden städtischen Maßnahmen am Bahnhof insgesamt rund 1,37 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Auch gestalterisch trägt der neue Bahnhofsvorplatz eine klare Lengericher Handschrift. Farben und Formen einzelner Elemente greifen den Lengericher Canyon auf und schaffen einen unverwechselbaren regionalen Bezug. So ist ein moderner und freundlicher Empfangsort entstanden, der bereits bei der Ankunft einen Bezug zur Stadt herstellt.

„Der Bahnhof ist für viele Menschen das Eingangstor zu unserer Stadt. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute gemeinsam einen Bahnhof einweihen können, der modern, barrierefrei, gut vernetzt und zugleich einladend ist“, erklärt Bürgermeister Björn Schilling.

„Mein ausdrücklicher Dank gilt der DB InfraGO für die umfassende Modernisierung der Verkehrsstation und dem NWL für die außergewöhnlich hohe finanzielle Unterstützung und die sehr gute, lösungsorientierte Zusammenarbeit. Als Stadt konnten wir daran anknüpfen und mit dem neuen Vorplatz und der Radabstellanlage das Bahnhofsumfeld entsprechend weiterentwickeln. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.“

Die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und NWL setzt sich auch über das Bahnhofsprojekt hinaus fort. Beim geplanten barrierefreien Umbau der Bushaltestelle an der Teutoburger Straße im Zusammenhang mit dem Projekt Innenstadt-Nord hat der NWL kurzfristig einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn ermöglicht. Für die Maßnahme ist eine Förderung von rund 93.000 Euro bei einer Förderquote von ebenfalls 90 Prozent vorgesehen.

„Für uns als Stadt ist es wichtig, solche Chancen konsequent zu nutzen. Gerade bei der kommunalen Infrastruktur stehen wir vor großen Herausforderungen und können nicht jede notwendige Investition allein stemmen. Umso wichtiger sind verlässliche Partner wie der NWL, die nicht nur Fördermittel bereitstellen, sondern auch dann gemeinsam mit uns nach Lösungen suchen, wenn sich im Projektverlauf Dinge verändern. Dass wir diese gute Zusammenarbeit jetzt auch bei der Teutoburger Straße fortsetzen können, ist ein starkes Signal. Wir wollen die Mobilität in Lengerich Schritt für Schritt weiterentwickeln und dabei Bahn, Bus, Fahrrad und Fußverkehr noch besser miteinander verbinden“, so Bürgermeister Björn Schilling.

Mit der heutigen Einweihung findet die umfassende Entwicklung des Bahnhofs Lengerich ihren vorläufigen Abschluss. Die modernisierte Verkehrsstation der DB InfraGO, der mit erheblicher Unterstützung des NWL neugestaltete Bahnhofsvorplatz und die neue Radabstellanlage greifen unmittelbar ineinander. Mit der für Ende Oktober vorgesehenen WC-Anlage kommt ein weiterer wichtiger Servicebaustein hinzu.

So ist aus Bahnhof und Bahnhofsumfeld Schritt für Schritt eine zeitgemäße Mobilstation entstanden, die Bahn, Bus, Fahrrad und Fußverkehr besser miteinander verbindet und zugleich ein attraktives Eingangstor nach Lengerich bildet.

Offizielle Eröffnung des Lengericher Bahnhofs
Offizielle Eröffnung des Lengericher Bahnhofs
Offizielle Eröffnung des Lengericher Bahnhofs
Offizielle Eröffnung des Lengericher Bahnhofs
Offizielle Eröffnung des Lengericher Bahnhofs
Offizielle Eröffnung des Lengericher Bahnhofs