Aktuelles
Aktuelle Themen zu Umwelt- und Klimaschutz
Klimafonds ausgeschöpft: : 30.000 Euro für Klimaschutz direkt vor Ort
Die Nachfrage nach dem kommunalen Klimafonds war auch in diesem Jahr groß: Die bereitgestellten Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro sind inzwischen vollständig bewilligt. Damit können zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden, die einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und gleichzeitig direkt den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zugutekommen.
Gefördert hat die Stadt Lengerich insgesamt 20 Photovoltaikanlagen inklusive Stromspeicher sowie drei Balkonkraftwerke. Darüber hinaus wurden drei Dämmmaßnahmen, 13 Projekte zum Austausch von Fenstern und Türen sowie drei hydraulische Abgleiche von Heizungsanlagen bewilligt. Auch die naturnahe Umgestaltung von drei Gärten und drei fachgerechte Pflegeschnitte von Bäumen erhalten Unterstützung aus dem Klimafonds. Ergänzt wird die Förderliste durch den Kauf eines Fahrradanhängers, der künftig eine klimafreundliche Mobilität im Alltag ermöglicht.
Da die Fördermittel vollständig ausgeschöpft sind, können derzeit keine neuen Anträge mehr angenommen werden. Für den Fall, dass bewilligte Vorhaben nicht umgesetzt werden, wird bereits mit einer Warteliste gearbeitet. So können frei werdende Mittel unmittelbar an nachrückende Projekte vergeben werden.
Die Vielzahl der geförderten Maßnahmen zeigt das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an nachhaltigen Investitionen und klimafreundlichen Lösungen. Gleichzeitig ist der Klimafonds ein wichtiges Signal dafür, dass Umwelt- und Klimaschutz vor Ort aktiv unterstützt werden.
Auch im kommenden Jahr soll – vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates – erneut ein Klimafonds zur Verfügung stehen. Die hohe Nachfrage in diesem Jahr unterstreicht den Bedarf an einer Fortsetzung des Förderprogramms.
STADTRADELN
Jetzt anmelden und gemeinsam Kilometer sammeln
Die Stadt ruft alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Schulen, Vereine und Institutionen dazu auf, sich schon jetzt für das diesjährige STADTRADELN anzumelden. Die beliebte Aktion startet in Kürze – und schon vor dem offiziellen Beginn können neue Teams gegründet oder bestehenden Teams beigetreten werden. Für die Gewinner und Gewinnerinnen winken tolle Preise!
Ziel des Wettbewerbs ist es, möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und so ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und den Klimaschutz zu setzen. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit: Jeder Kilometer zählt.
Ein Blick auf das vergangene Jahr zeigt, was gemeinsam erreicht werden kann: 431 engagierte Radelnde aus Lengerich legten insgesamt 76.155 Kilometer zurück. Dadurch konnten rund 12.500 Kilogramm CO₂-Emissionen eingespart werden – ein großer Erfolg für den Klimaschutz vor Ort!
Doch das STADTRADELN bringt nicht nur Vorteile für das Klima: Regelmäßiges Radfahren stärkt die Gesundheit, fördert das allgemeine Wohlbefinden und hilft ganz nebenbei Sprit und somit Kosten zu sparen.
Zusätzlich findet in diesem Jahr erstmalig ein Fotowettbewerb statt: egal ob auf einer Radtour im Urlaub oder auf dem Weg zur Arbeit – Hauptsache das Foto hat einen Bezug zum Fahrrad. Unter allen eingereichten Bildern werden die Kreativsten prämiert und veröffentlicht.
Die Stadt freut sich auf zahlreiche Teilnehmende und viele geradelte Kilometer. Gemeinsam kann ein aktiver Beitrag für eine nachhaltige, gesunde und lebenswerte Zukunft geleistet werden. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es ab sofort unter https://www.stadtradeln.de/lengerich.
Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis e. V. Im Jahr 2025 beteiligten sich deutschlandweit 3.013 Städte und Gemeinden mit rund 1,2 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrern.
Vier neue Solarbotschafter unterstützen die Energiewende vor Ort
Klimaschutzmanagerin Jasmin Telgmann freut sich über ehrenamtliches Engagement
Die Stadt freut sich über Verstärkung für die Energiewende: Vier Solarbotschafter aus Lengerich, Lienen und Tecklenburg engagieren sich ab sofort ehrenamtlich, um Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Photovoltaik zu informieren und zu unterstützen.
Hans Zinke, Herbert Käfer, Heinz Beier und Jürgen Quante geben ihre eigenen Erfahrungen mit Photovoltaikanlagen weiter, beantworten erste Fragen und helfen dabei, Unsicherheiten abzubauen. Sie informieren praxisnah und verständlich über Möglichkeiten der Solarenergienutzung.
Dabei beraten die Solarbotschafter unabhängig und ohne kommerzielle Interessen. Ziel ist es, mehr Menschen für Solarenergie zu begeistern und den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort weiter voranzubringen.
Im Gegenzug können die Solarbotschafter einen interessanten Austausch mit Gleichgesinnten erwarten, zum Beispiel bei dem Botschafter-Stammtisch. Zudem besteht die Möglichkeit der Teilnahme an spannenden Fachvorträgen.
Möchten Sie auch Teil der Solarbotschafter werden? Dann wenden Sie sich an Jasmin Telgmann, Klimaschutzmanagerin der Stadt Lengerich, 05481 33510, j.telgmann@lengerich.de oder direkt an Jens Leopold vom energieland2050 e.V., 02551 69-2122, solarberatung@kreis-steinfurt.de.
Die Kontaktdaten der Solarbotschafter finden Sie unter: Solarbotschafter vor Ort - Ihre Experten für Solarenergie - energieland2050.

Bundesweiter Wettbewerb „Abpflastern"
Förderung von bis zu 1.000 Euro: Stadt ruft zur Teilnahme am Wettbewerb „Abpflastern“ auf
Die Stadt Lengerich beteiligt sich am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“. Ziel ist es, gemeinsam versiegelte Flächen zu reduzieren und so aktiv etwas für Artenvielfalt und die Lebensqualität vor Ort zu tun. Carsten Rech, Projektkoordinator Klimafolgenanpassung beim Kreis Steinfurt, betont die positiven Auswirkungen entsiegelter Bereiche: „Begrünte Flächen und blühende Gärten sind ein Lebensraum für Vögel, Bienen und Schmetterlinge. Passend bepflanzt sind sie zudem sehr pflegeleicht.“ Sie haben darüber hinaus wichtige Vorteile: Grünflächen schützen vor Starkregenschäden, sorgen durch Verdunstungskühle vor Sommerhitze und sorgen somit in Zeiten häufiger auftretender Klimawandelfolgen für ein lebenswertes Umfeld.
Mit dem Wettbewerb „Abpflastern“ werden genau solche Maßnahmen sichtbar gemacht und gewürdigt. Teilnehmen können alle – Privatpersonen ebenso wie Unternehmen, Vereine oder Institutionen. Um Teil der bundesweiten Aktion zu werden, müssen bis zum 31. Oktober Vorher-Nachher-Fotos unter: https://www.abpflastern.de/ eingetragen werden oder der Stadtverwaltung zugeschickt werden. Jede Maßnahme, ob klein oder groß, trägt dazu bei, Städte lebenswerter und widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen zu machen.
Um dieses Engagement zu unterstützen, stellt die Stadt Fördermittel aus dem Klimafonds bereit. So wird die Umwandlung von artenarmen und hitzebildenden Schottergärten ab einer Größe von mindestens fünf Quadratmetern in hochwertige, naturnahe Lebensräume mit 50 % bis maximal 1.000 Euro bezuschusst.
Auch die Entsiegelung von Flächen ab zehn Quadratmetern, beispielsweise das Aufbrechen von Pflaster- oder Betonflächen, kann mit bis zu 1.000 Euro gefördert werden. Wichtig ist, dass die Förderanträge vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Das Budget ist begrenzt. Weitere Informationen sowie den Antrag zum Klimafonds finden Sie unter: www.lengerich.de/klimafonds. Die Stadt möchte so gezielt Anreize schaffen, private Flächen klimaangepasst und ökologisch wertvoll zu gestalten.
Ergänzend bietet der Kreis Steinfurt unter www.energieland2050.de/entsiegeln verschiedene Unterstützungsangebote an. Dazu zählen Onlinevorträge sowie Informationsmaterialien rund um naturnahe Gartengestaltung, Entsiegelung und Klimaanpassung. Diese helfen Interessierten dabei, eigene Projekte fachlich fundiert zu planen und umzusetzen.
Immer mehr versiegelte Flächen prägen das Stadtbild – von Schottergärten über gepflasterte Höfe bis hin zu betonierten Einfahrten. Was auf den ersten Blick pflegeleicht erscheint, hat jedoch spürbare Folgen: Gerade in Zeiten des Klimawandels heizen sich diese Flächen im Sommer stark auf und tragen zur Überhitzung in Wohngebieten bei. Gleichzeitig kann Regenwasser nicht versickern, was die Kanalisation belastet und das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregen erhöht. Zudem gehen wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Pflanzen verloren.
Die Entsiegelung solcher Flächen bietet hier eine wirksame und zugleich vergleichsweise einfache Lösung. Wo Beton, Asphalt oder Schotter entfernt werden, kann wieder Grün entstehen, Pflanzen kühlen ihre Umgebung, verbessern die Luftqualität und schaffen neue Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Gleichzeitig wird Regenwasser wieder im Boden gespeichert – ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Ansprechpersonen bei der Stadt Lengerich sind:
Veranstaltungen des energielands2050 e.V. im Kreis Steinfurt
Der energieland2050 e. V. unterstützt als Servicepartner den Kreis Steinfurt bei seinem großen Ziel „Klimaneutralität 2040“. Der Verein fördert das bürgerschaftliche Engagement, die regionale Wertschöpfung und den öffentlichen Diskurs über gesellschaftliche Verantwortung und ein nachhaltiges und klimafreundliches Leben. Er bietet kostenlose und unabhängige Information und Beratung zu den Themen Heizen, Sanieren und Energieeffizienz, Solarenergie, Windenergie, Bildung & nachhaltiges Leben, Wasserstoff sowie Klimafolgenanpassung.
Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland
Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung rücken zunehmend in den Fokus wirtschaftlicher Entwicklung. Zirkuläre Ansätze bieten Unternehmen im Münsterland die Chance, Abhängigkeiten zu reduzieren, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und bestehende Stoffströme wirtschaftlich sinnvoll weiterzudenken. Kreislaufwirtschaft ist damit ein strategischer Hebel für eine starke und zukunftsfähige Wirtschaftsregion.
Dieses Portal bündelt Wissen, Akteure und konkrete Unterstützungsangebote, die Unternehmen und Institutionen im Münsterland dabei begleiten, Wertschöpfungsketten weiterzuentwickeln und Potenziale in der Region zu halten.
Ob erste Orientierung, konkrete Umsetzung oder Informationen zu Rahmenbedingungen – hier treffen Strategie, Praxis und Vernetzung aufeinander. Die Plattform schafft Transparenz, macht regionale Kompetenzen sichtbar und bietet Zugang zu Förderprogrammen, Veranstaltungen und interaktiven Werkzeugen.
Das Ziel: wirtschaftliche Stärke durch zirkuläre Wertschöpfung. Für eine innovative, resiliente und regional verankerte Wirtschaftsstruktur im Münsterland.
