Aktuelles
Aktuelle Themen zu Umwelt- und Klimaschutz
Solarbotschafter gesucht
Basisschulung am 23. April 2026
Der Ausbau der Photovoltaik in der Stadt Lengerich wird künftig auch durch engagierte Bürgerinnen und Bürger unterstützt: Für das Projekt der Solarbotschafterinnen und -botschafter haben sich bereits erste Interessierte gefunden, weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter werden noch gesucht.
Die ehrenamtlich Engagierten geben ihre eigenen Erfahrungen mit Photovoltaikanlagen weiter, beantworten Fragen und unterstützen andere auf dem Weg zur eigenen Solaranlage – unabhängig, praxisnah und ohne kommerzielle Interessen.
Eine gemeinsame Basisschulung findet am 23.04.2026 in der Zeit von 09.00 bis 11.00 Uhr in der Lengericher Stadtverwaltung statt. Jens Leopold vom energieland2050 e.V. vermittelt das notwendige Grundwissen und sorgt dafür, dass alle Teilnehmenden mit einem einheitlichen Wissensstand starten.
Interessierte können sich bei der Klimaschutzmanagerin Jasmin Telgmann (j.telgmann@lengerich.de / 05481 33-510) melden. Auch Personen auch den Nachbarkommunen sind herzlich willkommen. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an alle, die sich für Solarenergie begeistern und die Energiewende vor Ort aktiv mitgestalten möchten.
Bundesweiter Wettbewerb „Abpflastern"
Förderung von bis zu 1.000 Euro: Stadt ruft zur Teilnahme am Wettbewerb „Abpflastern“ auf
Die Stadt Lengerich beteiligt sich am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“. Ziel ist es, gemeinsam versiegelte Flächen zu reduzieren und so aktiv etwas für Artenvielfalt und die Lebensqualität vor Ort zu tun. Carsten Rech, Projektkoordinator Klimafolgenanpassung beim Kreis Steinfurt, betont die positiven Auswirkungen entsiegelter Bereiche: „Begrünte Flächen und blühende Gärten sind ein Lebensraum für Vögel, Bienen und Schmetterlinge. Passend bepflanzt sind sie zudem sehr pflegeleicht.“ Sie haben darüber hinaus wichtige Vorteile: Grünflächen schützen vor Starkregenschäden, sorgen durch Verdunstungskühle vor Sommerhitze und sorgen somit in Zeiten häufiger auftretender Klimawandelfolgen für ein lebenswertes Umfeld.
Mit dem Wettbewerb „Abpflastern“ werden genau solche Maßnahmen sichtbar gemacht und gewürdigt. Teilnehmen können alle – Privatpersonen ebenso wie Unternehmen, Vereine oder Institutionen. Um Teil der bundesweiten Aktion zu werden, müssen bis zum 31. Oktober Vorher-Nachher-Fotos unter: https://www.abpflastern.de/ eingetragen werden oder der Stadtverwaltung zugeschickt werden. Jede Maßnahme, ob klein oder groß, trägt dazu bei, Städte lebenswerter und widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen zu machen.
Um dieses Engagement zu unterstützen, stellt die Stadt Fördermittel aus dem Klimafonds bereit. So wird die Umwandlung von artenarmen und hitzebildenden Schottergärten ab einer Größe von mindestens fünf Quadratmetern in hochwertige, naturnahe Lebensräume mit 50 % bis maximal 1.000 Euro bezuschusst.
Auch die Entsiegelung von Flächen ab zehn Quadratmetern, beispielsweise das Aufbrechen von Pflaster- oder Betonflächen, kann mit bis zu 1.000 Euro gefördert werden. Wichtig ist, dass die Förderanträge vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Das Budget ist begrenzt. Weitere Informationen sowie den Antrag zum Klimafonds finden Sie unter: www.lengerich.de/klimafonds. Die Stadt möchte so gezielt Anreize schaffen, private Flächen klimaangepasst und ökologisch wertvoll zu gestalten.
Ergänzend bietet der Kreis Steinfurt unter www.energieland2050.de/entsiegeln verschiedene Unterstützungsangebote an. Dazu zählen Onlinevorträge sowie Informationsmaterialien rund um naturnahe Gartengestaltung, Entsiegelung und Klimaanpassung. Diese helfen Interessierten dabei, eigene Projekte fachlich fundiert zu planen und umzusetzen.
Immer mehr versiegelte Flächen prägen das Stadtbild – von Schottergärten über gepflasterte Höfe bis hin zu betonierten Einfahrten. Was auf den ersten Blick pflegeleicht erscheint, hat jedoch spürbare Folgen: Gerade in Zeiten des Klimawandels heizen sich diese Flächen im Sommer stark auf und tragen zur Überhitzung in Wohngebieten bei. Gleichzeitig kann Regenwasser nicht versickern, was die Kanalisation belastet und das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregen erhöht. Zudem gehen wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Pflanzen verloren.
Die Entsiegelung solcher Flächen bietet hier eine wirksame und zugleich vergleichsweise einfache Lösung. Wo Beton, Asphalt oder Schotter entfernt werden, kann wieder Grün entstehen, Pflanzen kühlen ihre Umgebung, verbessern die Luftqualität und schaffen neue Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Gleichzeitig wird Regenwasser wieder im Boden gespeichert – ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Ansprechpersonen bei der Stadt Lengerich sind:
Veranstaltungen des energielands2050 e.V. im Kreis Steinfurt
Der energieland2050 e. V. unterstützt als Servicepartner den Kreis Steinfurt bei seinem großen Ziel „Klimaneutralität 2040“. Der Verein fördert das bürgerschaftliche Engagement, die regionale Wertschöpfung und den öffentlichen Diskurs über gesellschaftliche Verantwortung und ein nachhaltiges und klimafreundliches Leben. Er bietet kostenlose und unabhängige Information und Beratung zu den Themen Heizen, Sanieren und Energieeffizienz, Solarenergie, Windenergie, Bildung & nachhaltiges Leben, Wasserstoff sowie Klimafolgenanpassung.
