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Umwelt + Mobilität

Förderprojekte

Die Stadt Lengerich hat für einige Projekte Fördermittel beantragt und bewilligt bekommen. Die abgeschlossenen sowie die laufenden Förderprojekte können Sie auf dieser Seite ansehen.

Förderprojekte der Stadt Lengerich im Bereich Klimaschutz und Umwelt

Die Stadt Lengerich beteiligt sich gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt an dem Förderprojekt des Landes NRW „KommunalerKlimaschutz.NRW“. Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Mehr Wirkung durch Kooperation – Investitionsoffensive für mehr Klimaschutz in kommunalen Liegenschaften und Fuhrparks im Kreis Steinfurt“ beabsichtigt die Stadt drei Projekte umzusetzen, um zu einer Treibhausgasminderung beizutragen: Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks, LED-Beleuchtung in kommunalen Liegenschaften, Sanierung eines Schulgebäudes.

Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung am 07. November 2023 die Weiterführung des Lengericher Klimafonds zur Förderung von Klimaschutz-Kleinprojekten beschlossen. Dafür stehen im Jahr 2024 Fördermittel in Höhe von insgesamt 30.000 Euro bereit! Das Antragsfenster öffnet am 01. Januar 2024.

Im Jahr 2020 hat die Stadt eine beantragte Zuwendung aus dem Programm „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr bewilligt bekommen. Insgesamt 40% der Gesamtausgaben für die Errichtung von zwei E-Ladesäulen werden damit vom Bund übernommen.

Im Jahr 2021 konnten beide Ladesäulen aufgebaut und angeschlossen werden. Somit stehen auf dem Parkplatz der Stadtverwaltung und an der Gempt-Halle jeweils zwei neue E-Ladepunkte mit einer Leistung bis zu 22 kW zur Verfügung. Beide Säulen sind 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche öffentlich zugänglich.

Die Ladesäulen wurden durch die Stadtwerke Lengerich errichtet und werden mit 100% Ökostrom von den Stadtwerken versorgt.

Darüber hinaus wurde vom Bund 2021 ein weiteres Förderprogramm zur Finanzierung von E-Ladesäulen veröffentlicht: „Ladeinfrastruktur vor Ort“. Im Rahmen des Programms werden 80% der Gesamtausgaben vom Bund übernommen. Der von der Stadtverwaltung gestellte Förderantrag für zwei E-Ladesäulen mit Schnelllade- bzw. Normalladefunktion wurde Ende 2021 bewilligt. Die Errichtung der beiden neuen E-Ladesäulen erfolgt im Laufe des Jahres 2022.

Mit der Errichtung weiterer E-Ladesäulen verfolgt die Stadt das Ziel die E-Mobilität zu fördern und alltagstauglicher zu machen. Eine gute Ladeinfrastruktur ist die Voraussetzung für klimafreundliche Mobilität und damit ein wichtiger Schritt zu mehr Klimaschutz in Lengerich.

Lengerich hat seit 1. April 2018 eine Klimaschutzmanagerin. Ihre Aufgabe ist es, die im Klimaschutzkonzept festgeschriebenen Maßnahmen zu initiieren und zu begleiten sowie gemeinsam mit kommunalen und regionalen Akteuren umzusetzen.

Kommunale Klimaschutzmanagerinnen und -manager unterstützen die Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes, erarbeiten Handlungsempfehlungen und bilden eine Schnittstelle zwischen Kommune, Verwaltung, Bevölkerung und ansässigen Unternehmen.

Die Stelle für das Klimaschutzmangement wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zu 65% gefördert (Laufzeit der Förderung April 2018 bis März 2021, Förderkennzeichen 03K07060).

Seit April 2021 läuft die Anschlussförderung für die Stelle des Klimaschutzmanagements bis einschließlich März 2023 (Förderkennzeichen 03K07060-1, Förderqoute 50%).

Die Stadt Lengerich hat sich eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung zum Ziel gesetzt. Innerstädtisches Grün ist dabei ein wichtiges und prägendes Element, es übernimmt vielfältige gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen. Dachbegrünungen erhöhen die Attraktivität des Stadtbildes als Ganzes sowie die Attraktivität einzelner Räume und Flächen.

Ziel des Sonderprogramms „Klimaresilienz“ ist es, private und unternehmerische Gebäudeeigentümer*innen dabei zu unterstützen, Gebäudebegrünungsmaßnahmen (Dach und/oder Fassade) am eigenen Gebäude (Baujahr bis April 2016) durchzuführen, um dem steigenden Versiegelungsgrad entgegenzuwirken und den Grünanteil zu erhöhen.

Dachbegrünungen haben weitere vielfältige Vorzüge: So verbessern sie das Mikroklima und filtern Staub und Luftschadstoffe. Durch den Regenwasserrückhalt und die Minimierung der Niederschlagswasserspitzen leisten Dachbegrünungen einen Beitrag zum Hochwasserschutz - insbesondere auch bei urbanen Sturzfluten. Außerdem bieten Dachbegrünungen Lebensraum für Pflanzen, Insekten und Vögel und erhöhen somit die Biodiversität. Ferner dienen sie sowohl dem sommerlichen Wärmeschutz als auch der Wärmedämmung in der kälteren Jahreszeit.

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung Lengerich besteht die Möglichkeit eine 50%ige Förderung für die Begrünungsmaßnahmen vom Land NRW zu erhalten.

Als zusätzlichen Anreiz hat der Stadtrat am 17. Dezember 2020 beschlossen, dass begrünte Dachflächen bei der Festsetzung der Niederschlagswassergebühren mit nur 50 % zu berücksichtigen sind. Für an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossene begrünte Dachflächen wird auf die Niederschlagswassergebühr eine Gebührenermäßigung von 50 % gewährt, sofern die begrünte Dachfläche aus einer dauerhaft geschlossenen Pflanzendecke mit einer Substratstärke von mindestens 7 cm angelegt ist (vgl. § 6 Abs. 1 S. 3 der Abwassergebührensatzung).

Bei Fragen zu dem Programm „Klimaresilienz“ wenden Sie sich bitte an die Klimaschutzmanagerin der Stadt Lengerich, Frau Elias, (c.elias@lengerich.de) unter 05481-33-510.

Die Stadt Lengerich hat gleich zwei größere Projekte zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz in der Verwaltung umsetzen können. Mit Unterstützung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Förderprojektes des Landes NRW „KommunalerKlimaschutz.NRW“ wurde in E-Mobilität und LED-Beleuchtung der Sporthallen investiert.

Für rund 70.000 Euro wurden die Dienstfahrzeuge durch zwei E-Fahrzeuge ersetzt und eine entsprechende Ladeinfrastruktur installiert. Durch den Austausch der beiden mit fossiler Energie angetriebenen Fahrzeuge, können so jährlich 1400 l Benzin eingespart und durch 100 % regenerativ erzeugten Strom ersetzt werden.

Ergänzend wurden als Ladepunkte zwei Wallboxen in den städtischen Garagen installiert. Geladen werden die beiden neuen E-Kompaktwagen mit dem Ökostrom der Stadtwerke Lengerich. Die Mitarbeiter*innen der Stadt sind somit bereits seit einigen Monaten emissionsfrei mit regenerativ erzeugter Energie unterwegs.

Die fünf Sporthallen der Stadt wurden vollständig mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Ein Austausch der herkömmlichen Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchten erbringt für die betreffenden Sporthallen eine Energieersparnis von 20 % und damit jährlich eine Minderung von über 30 t des Treibhausgases CO2. Von der Maßnahme erfasst wurden für rund 130.000 Euro die Dreifachsporthalle, die Sporthalle Kirchpatt, die Gutenberg-Sporthalle, die Sporthalle des Hannah-Arendt-Gymnasiums und die Sporthalle der Grundschule Hohne.

Diese Vorhaben werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Landes Nordrhein Westfalen gefördert.

Gemeinsam mit den Kommunen des Kreises Steinfurt beteiligt sich die Stadt an dem Kooperationsprojekt „Mehr Wirkung durch Kooperation - Investitionsoffensive für mehr Klimaschutz in kommunalen Liegenschaften und Fuhrparks im Kreis Steinfurt“. Diese Umsetzungsstrategie ist ein weiterer Projektbaustein der beteiligten Kommunen auf dem Weg zum Ziel des Masterplans 100 % Klimaschutz des Kreises Steinfurt bis zum Jahr 2050 die Treibhausgase um 95 % zu mindern.

Für die vielen kurzen Wege in Lengerich ist es erklärtes Ziel der Klimaschutzbemühungen der Stadt, diese möglichst klimaneutral und damit emissionsarm zurückzulegen. Also am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad!

Neuerdings können die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auch mit schweren Lasten klimafreundlich unterwegs sein. Wer also schon immer einmal ausprobieren wollte, wie es sich mit einem E-Lastenfahrrad fährt oder lebt hat jetzt in Lengerich die Gelegenheit dazu – und zwar kostenfrei.

Seit dem 12. Mai 2022 können zwei E-Lastenfahrräder für 1 bis 3 Tage ausgeliehen werden. Entweder bei der Tourist-Information am Rathausplatz oder dem Hotel Zur Mühle in der Tecklenburger Str. 29. In Kürze wird auch an der Classic-Tankstelle in Hohne ein E-Lastenfahrrad auszuleihen sein.

Alle drei Ausleihstationen haben sich unentgeltlich bereit erklärt die Ausleihe der E-Lastenfahrräder zu übernehmen.

Der kostenfreie E-Lastenradverleih TeckELa wurde auf Initiative des Klimaschutzmanagements im Jahr 2020 in Tecklenburg unter teilweiser Beanspruchung von Fördermitteln des Landes NRW ins Leben gerufen und nun durch die Stadtverwaltung Lengerich um die drei neuen Ausleihstationen in Lengerich erweitert.

Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lengerich, die 18 Jahre und älter sind, haben damit eine weitere Möglichkeit ihren Alltag klimafreundlich zu gestalten. Wer gar kein Auto besitzt kann nun mit dem Lastenfahrrad schwere Einkäufe bequem erledigen oder etwa die Getränkekisten zur Feier in den Park transportieren. Dank des Elektroantriebs sind auch in die Höhenlagen des Teutoburger Waldes überwindbar.

Und so einfach funktioniert es: Das Fahrrad kann ohne Registrierung auf der Homepage https://www.teckela.de kostenfrei gebucht werden:

  • Auf der Homepage die Ausleihstation und das gewünschte Datum der Ausleihe angeben,
  • Den Ausleihvertrag mit Nutzungsbedingungen ausdrucken und unterschreiben und zur Ausleihstation mitbringen,
  • Die 50 € Pfand bei der Ausleihstation hinterlegen und 1 -3 Tage das Lastenfahrrad genießen.

Bedingung für die Ausleihe ist eine abgeschlossene private Haftpflichtversicherung. Der Akku des Lastenfahrrades sollte bei der Rückgabe in der Ausleihstation vollständig aufgeladen sein.

Gute Fahrt!

Um die Energieeffizienz und damit den Klimaschutz auch im Wohnungsbau zu fördern, wurde ein kommunaler Energieeffizienzstandard für Neubaugebiete entwickelt.

In Anlehnung an die Energieeinsparverordnung (EnEV 2016) wurde ein anspruchsvoller Energieeffizienzstandard über einen erhöhten Dämmstandard für den Neubau eingeführt. Die Wärmeverluste über die Außenbauteile sollten mindestens 30 % unter den Werten des Referenzgebäudes gem. den gesetzlichen Anforderungen der EnEV 2016 liegen. Dies entspricht hinsichtlich der Gebäudehülle den Werten eines KfW – 55 Effizienzhauses (Konditionen der KfW-Bank zu der Energieeffizienzförderung im Hausbau).

Für die Gebäudehülle gewerblich genutzter Nichtwohngebäude gelten ebenfalls höhere kommunale Energieeffizienzstandards. Wahlweise können hier alternativ Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen installiert oder eine Dachbegrünung vorgenommen werden.

Die Umsetzung erfolgt mit entsprechenden Regelungen in Grundstückskaufverträgen und Städtebaulichen Verträgen. Unterstützend bietet die Stadt für Bauwillige in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW eine Energieberatung an. Mit der seit Jahren in Lengerich eingerichteten stationären Energieberatung erhalten Bauwillige Tipps, um die Weichen zu mehr Energieeffizienz und Komfort der Wohngebäude in einem möglichst frühen Planungsstadium zu stellen. 

Weitere Hinweise enthält eine Bauherrenmappe mit Informationsmaterial zum energieeffizienten Neubau, zu rechtlichen Grundlagen und erneuerbaren Energien.

Die Entwicklung von nachhaltigen Gewerbegebieten steht bei dem bundesweiten Projekt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ im Fokus. Gemeinsam arbeiten in diesem Projekt Kommunen und Unternehmen an einer nachhaltigen Weiterentwicklung von bestehenden Gewerbegebieten.

Eine Person hält eine Rede vor Publikum

Auszeichnungen

Die Stadtverwaltung sieht im Klimaschutz bereits seit vielen Jahren einen ihrer Handlungsschwerpunkte und nimmt seit 2009 an dem European Energy Award teil. Zahlreiche Maßnahmen und Projekte konnten bisher mit der Begleitung des eea-Prozesses realisiert werden. Themenbereiche wie Energieberatung, Erneuerbare Energien, energieeffiziente Beschaffung oder Wirtschaft erhielten neue Impulse und konnten ausgebaut werden.