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Altes Rathaus

Freitreppe vor dem Kulturtreff „Altes Rathaus“ am Rathausplatz im Herzen der Stadt.

Das 1897 errichtete und in den 50er Jahren umgestaltete alte Rathaus beherbergte bis 1947 im unteren Teil die Feuerwache und bis 1987 den größten Teil der Stadtverwaltung. Da sämtliche Baumaßnahmen nicht ausreichten, um die weiter wachsende Verwaltung im „Alten Rathaus“ zu behalten, ist diese Ende der 80er Jahre an die Tecklenburger Straße umgezogen. Heute befindet sich in den Räumen die Tourist-Information der Stadt, bei der Sie sämtliches Kartenmaterial von Lengerich rund um die Sehenswürdigkeiten unserer Stadt anschauen und mitnehmen können, oder die Stadt einfach mal in seiner vollen „Lenge“ zu erkunden. Zudem bekommen Sie Informationen über Freizeitangebote, Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten, aktuelle Veranstaltungshinweise und vieles mehr. Neben der Tourist-Information befindet sich die seit 1902 bestehende Stadtbibliothek in diesem Gebäude. Rund 19.000 Medien (u.a. Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, Kassetten, DVD’s etc.) können hier ausgeliehen werden. Des Weiteren hat sich auch das städtische Archiv in diesem Gebäude seinen Sitz. Räumlichkeiten für wechselnde Ausstellungen sind ebenfalls vorhanden. Neben kulturellen Veranstaltungen im ersten Obergeschoß tagen hier noch gelegentlich Rat und Ausschüsse der Stadt.

Der Rathausplatz selbst liegt unmittelbar an der wichtigen Nord-Süd-West-Ost Wegekreuzung bedeutender Handelswege, denen der Ort seine Entstehung verdankt.

Der Römer

Das Torhaus „Römer“ – ein Gebäude so vielfältig und interessant wie die Geschichte Lengerichs und demnach das Wahrzeichen der Stadt. Das Bauwerk, dessen Namensdeutung im Dunkel der Geschichte liegt, diente seit dem 13. Jahrhundert als Tordurchgang zum Kirchhof. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde es durch Aufstockung auch für Wohnzwecke genutzt. Im Jahr 1850 wurde das Gebäude zunächst von der Stadtverwaltung erworben, wodurch der „Römer“ zum Teil als Rathaus, Gefängnis und Feuerwehrgeräteunterstand genutzt wurde. Etwas später, von 1897 bis 1905, hatte man keine Verwendung mehr für die Räumlichkeiten, da ein neues Gebäude für die Stadtverwaltung errichtet wurde. Ab 1905 wurde das Wahrzeichen wieder genutzt: Als Klassenzimmer der traditionsreichen Amtsrektoratschule, als städtisches Archiv und im unteren Teil für Geschäftsräume. Heute ist der „Römer“ ein gemütliches Restaurant. Die Räume im oberen Stockwerk können auf Wunsch für standesamtliche Trauungen genutzt werden.


CultureCall Station am Römer:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie am Römer: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte zum Römer: http://www.cultureapp.com/der-romer_in_lengerich/

Evangelische Stadtkirche

Die Südseite der Kirche wird durch alte und neue Gestaltungselemente harmonisch untergliedert. Das im anglo-normannischen Stil um 1250 geschaffene romanische Portal bildet in seiner stilistischen Geschlossenheit ein Kleinod der westfälischen Architektur im Tecklenburger Land. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das 1930 geschaffene Kriegerehrenmal der Stadt, dass in seiner Eindringlichkeit noch heute den Betrachter berührt.
Die Stadtkirche Lengerich in ihrer heutigen Form stammt aus dem 14. bzw. späten 15. Jahrhundert. Eines der ältesten Bauteile ist heute der vierstöckige Kirchturm mit seinen 61 Metern. Das Kirchenschiff wurde 1497 im spätgotischen Stil in Form der westfälischen Hallenkirche vollendet. Ein einziger mächtiger Pfeiler trägt im Inneren der Kirche das Gewicht der Gewölbe von Haupt- und Seitenschiff. Eine Besichtigung des Kircheninnern ist auf Anfrage möglich (Evangelisches Gemeindeamt Lengerich, 05481 - 80730).

Die Dimensionen der Kirche erinnern an die Blütezeit des Marktfleckens Margarethen-Lengerich von 1327 bis zur Reformation 1527. In diesen 200 Jahren war der Ort Wallfahrtsstätte. Am Namenstag der heiligen Margareta von Antiochien, dem 20. Juli, versammelten sich in zunehmenden Maße Pilger im Ort um sie zu verehren. Auch soll es einen Brunnen gegeben haben, dessen Wasser heilende Wirkung hatte. Als der Graf von Tecklenburg in seinem Herrschaftsbereich die Reformation einführte, wurde die Wallfahrt zu dem wundertätigen Bild der heiligen Margaretha unterbunden und ihr Standbild zerstört. 

CultureCall Station an der evangelischen Stadtkirche:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie an der evangelischen Stadtkirche: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte zur Kirche: http://www.cultureapp.com/die-evangelische-stadtkirche/

Heimathaus "Haus Beccard"

Das Heimathaus ist eines der ältesten Gebäude in Lengerich. Die Geschichte dieses für die Region so typischen Ackerbürgerhauses reicht im Kern bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück. Seine heutige charakteristische Gestalt mit Haupthaus und klassizistischer Werksteinfassade sowie einem Stallanbau zur Selbstversorgung, erhielt das Haus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach seinem Verkauf an den örtlichen Heimatverein befand sich das Anwesen mit großem Nutzgarten ununterbrochen im Besitz der Nachfahren der Erbauer. Behutsam in seiner Grundsubstanz restauriert, beherbergt das Heimathaus heute unter anderem Ausstellungsstücke zum damaligen Leben und Arbeiten in einer Kleinstadt mit ländlich geprägtem Umfeld. Eine Besichtigung ist auf Anfrage möglich (Heimatverein Lengerich / Herr Knemöller, Telefon: 05481/95556).

CultureCall Station am Heimathaus:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie am Heimathaus: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte zum Haus Beccard: http://www.cultureapp.com/haus-beccard_lengerich/

Das Kontor

Das alte, im Kern aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude, wird noch heute als "Kontor" bezeichnet. Es war bis Ende des 19. Jahrhunderts Wohnhaus der Familie J.H. Gempt, die hier zunächst eine Zichorien- und Pumpernickelfabrik betrieb und ab 1856 erst Hanf- und später Drahtseile herstellte. Hier war neben der Verwaltung in einem Anbau der Pförtner untergebracht. Die Arbeiter passierten hier die Stechuhr zum Werksgelände. In den Jahren 1896 und 1897 erhielt das "Kontor" seine spätklassizistische Fassade. Es ist nicht nur ein Beispiel städtischen Wohnens auf dem Lande, sondern auch Keimzelle eines aus bescheidenen Anfängen entstandenen Großunternehmens, welches den Ruf Lengerichs als Industriestandort mitbegründet hat. Heute befindet sich dort ein Geschäftshaus mit Antiquitäten, Wohn- und Dekorationsartikeln sowie Wein und Kaffee. 

Gempt-Halle und Schornstein

Am Rande der Innenstadt, jedoch immer noch zentral, liegt das Gebäude der ehemaligen Drahtseilerei J.H. Gempt. Seit 2004 Veranstaltungsort für Stadt und Region war der Komplex der Gempt-Halle ursprünglich Bestandteil des Drahtseilwerkes. Diese 1856 gegründete Firma erlebte als kriegswichtiger Betrieb während des 1. Weltkrieges einen rasanten Aufstieg, der zu einer Kapazitätserweiterung des Werkes um ein vielfaches führte und so das Gelände um die „Gempt Halle“ entstand. Teil des firmeninternen Ausbauprozesses zur Verbesserung von Quantität und Qualität der Produkte ist die so genannte Gempt-Halle, die aus einem Komplex von drei Hallen besteht. Die heutige Gempthalle diente damals als Glühofenhalle. In diesen Öfen wurde Rohdraht zum Glühen gebracht und anschließend in einem Wasserbad gehärtet. Alle drei Schiffe des Gebäudes wurden in der damals modernen Stahlbetonskelettbauweise errichtet.

Eine Teilinbetriebnahme erfolgte 1917, die endgültige Fertigstellung erst 1918/19. Der für den Betrieb der Glühöfen vorgesehene 60 Meter hohe Schornstein mit Kühlwasserbehälter (Fassungsvermögen ca. 150.000 Liter) wurde erst im April 1919 in Betrieb genommen.

Von 1957 bis 2002 nutzt die benachbarte Maschinenbaufirma Windmöller & Hölscher die Hallenschiffe als Gießerei und Lager. Wahrscheinlich wären auch diese Hallen wie alle anderen Betriebsgebäude dem Abriss zum Opfer gefallen, wenn nicht schon seit langer Zeit der Wunsch nach einer in Größe und Nutzung variablen Veranstaltungshalle im Ort vorhanden gewesen wäre.

Unter starker Bürgerbeteiligung und finanzieller Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Regionale 2004 konnte der Komplex umgebaut und im September 2004 der Öffentlichkeit übergeben werden.  

CultureCall Station an der Gempt-Halle:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie an dieser Eventlocation: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte zur Gempt-Halle: http://www.cultureapp.com/die-gempthalle/

Megalithgrab

Wer in die Frühzeit der Region eintauchen möchte, sei noch auf das Megalithgrab im Lengericher Ortsteil Wechte in unmittelbarer Nachbarschaft zum Burgstädtchen Tecklenburg hingewiesen.

Dieses ca. 4 Kilometer von Lengerich direkt auf der linken Seite der Brochterbecker Straße Richtung Brochterbeck gelegene Großsteingrab wurde 1927 entdeckt. In diesen Gräbern wurden über lange Zeiträume hinweg Angehörige einer Großfamilie mit Grabbeigaben beigesetzt. Sie geben uns einen Einblick in die Begräbniskultur unserer Vorfahren aus der jüngeren Steinzeit. Zwei Reihen von Findlingen, die mit Trockenmauerwerk zusätzlich ausgefüllt waren, wurde eine Lage von Decksteinen (ebenfalls Findlinge) aufgesetzt. Die Gesamtanlage wurde mit Geröll und Erde überdeckt, so dass eine wirkliche Grabkammer entstand. Einige Meter weiter südlich wurde ein zweites, kleineres Grab entdeckt. Seine Findlinge wurden zum Zweck einer anschaulichen Rekonstruktion in das erste Grab integriert. Behutsam ergänzt sind die steinernen Bestandteile etwa 4000 Jahre alt.

Gut Erpenbeck

Einziger ehemaliger Gräftenhof im Tecklenburger Land mit einer gut erhaltenen und restaurierten Wassermühle (Öl- und Getreidemühle), und einem hölzernen Torbogen aus dem Jahr 1766. Urkundlich erwähnt wurde dieses Gut erstmals im Jahr 1230. Die Kornmühle wurde 1970 stillgelegt. 1991 wurde die Technik sorgfältig restauriert und wieder betriebstüchtig gemacht, sodass man sich vor Ort über die Vorgänge in einer Getreidemühle informieren kann. Auf dem „Gut Erpenbeck“ befinden sich heute, neben einer 1.100 Jahre alten Eibe, ein Speicher, ein Wohnhaus und eine Schinkenräucherei. In dem angegliederten Hofladen können viele Erzeugnisse wie Spargel, Wurst- und Fleischwaren, Marmelade und vieles mehr erworben werden.

ALVA-Skulpturenpark und Jones Garten

Der „ALVA-Skulpturenpark“ liegt inmitten einer unverwechselbaren Landschaft zwischen den beiden Lengericher Krankenhäusern am Südhang des Teutoburger Waldes und ist ein kontinuierlich wachsendes Projekt des Stadtmarketingvereins Offensive. Ein Rundwanderweg führt durch den Park und verbindet die einzelnen Kunstobjekte, die von unterschiedlichen Künstlern präsentiert werden. Kunstliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. ALVA steht für „Ars Longa Vita Aeterna“ und bedeutet so viel wie „Die Kunst währt lang, das Leben ewig“. Als erstes Objekt entstand während der Skulptur Biennale Münsterland 2001 das „Lengericher Garden-Project“ des bekannten amerikanischen Künstlers Ronald Jones.

Insgesamt ist dieser Park also ein Kleinod, in dem besonders der Jones-Garden mit seinem Aussichtspunkt über Lengerich und „dem grünen Raum“ auffällt. Hier lassen sich Kunst und Natur wunderbar genießen.

Lengericher Canyon

Schroffe Felswände, türkisblaues Wasser und eine karge Vegetation geben dem sogenannten Canyon seinen besonderen Reiz. Nach Stilllegung des oberirdischen Kalksteinbruchs in den 80er Jahren bildete sich auf der untersten Steinbruchsohle ein türkisblauer See. Besucher können diese außergewöhnliche Landschaft von drei Aussichtsplattformen aus genießen. Der Canyon selber und dessen umgebene Landschaft stehen unter Naturschutz – Betreten verboten.

CultureCall Station am Canyon:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie an dieser blauen Lagune: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte zum Canyon: http://www.cultureapp.com/canyon/

Aussichtspunkt Max und Moritz

Vom Lengericher Berg aus genießen Spaziergänger und Wanderer eine herrliche Aussicht über Lengerich bis ins flache Münsterland. Richtung Norden eröffnet sich der Blick in das hügelige Osnabrücker Land. Dieser Platz, an dem heute die Wanderhütte steht, verdankt seinen Namen der kleinen Baumgruppe, die im Lengericher Volksmund seit Generationen „Max und Moritz“ genannt wird.

Foto: Stefan Herringslack

CultureCall Station an der Max und Moritz Hütte:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie an diesem Aussichtspunkt: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte zum Aussichtspunkt: http://www.cultureapp.com/salzschmuggel/

Wapakoneta-Platz und Dyckerhoff-Brunnen

Am Ende der Fußgängerzone liegt auf der linken Seite der Wapakoneta-Platz mit dem Dyckerhoff-Brunnen.

Anlässlich ihres 125jährigen Firmenjubiläums schenkte die Dyckerhoff AG der Stadt Lengerich dieses Kunstwerk. Der 1990 von der Künstlerin Christine Rostalski aus Beton geschaffene Brunnen soll Design und Wasser harmonisch vereinen und somit eine entspannte Atmosphäre schaffen. Der Betrachter soll erfrischt und offen für Kommunikation sein. Diese moderne Arbeit demonstriert deutlich das selbst Beton schön sein kann, wenn er künstlerisch bearbeitet worden ist. Der Platz erhielt seinen Namen und eine Gedenkplatte im Jahre 2004 anlässlich der zehnjährigen Partnerschaft zwischen den Sister-Cities Wapakoneta in Ohio (USA) und Lengerich.

CultureCall Station am Wapakoneta-Platz:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie am Wapakoneta-Platz: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte: http://www.cultureapp.com/wapakoneta-platz/

Der Zwischenfall

Hier befindet sich der 1992 von Gerd Ruwe geschaffene Brunnen „Der Zwischenfall“. Immer wieder bleiben Besucher an der Skulpturengruppe stehen. „Zwischenfall“ nennt der Künstler aus Osnabrück die Plastik, die sich mit viel Dynamik fächerförmig zu den Köpfen der Figuren hin auffaltet. Der Betrachter amüsiert sich und ist froh, dass er nicht selbst in den Zwischenfall verstrickt ist. Dieser originelle Brunnen wurde an historischer Stelle errichtet.

Bei Erschließungsarbeiten wurde an dieser Stelle ein alter gemauerter Brunnenschacht wieder entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass es sich dabei um den Margaretenbrunnen handelt, dessen Wasser heilende Wirkung gehabt haben soll und von den Pilgern während der Wallfahrtszeit Lengerichs im 14. und 15. Jahrhundert aufgesucht wurde. Erst nachdem zwei Menschen in ihm ertranken, wurde der Brunnen zugeschüttet und nach mehr als 200 Jahren wieder entdeckt. Heute spielen an heißen Sommertagen viele Kinder im flachen Wasserbassin des Brunnens.

Friedhofskapelle und Friedhof

Etwa zehn Minuten Fußweg vom Rathausplatz entfernt befindet sich die sehenswerte Friedhofskapelle und der Friedhof der früheren Provinzial-Heilanstalt.

Sie gehen durch den Römer, an der Ev. Stadtkirche vorbei bis ans Ende der Fußgängerzone. Dann gehen Sie rechts hoch zur Hauptstraße. Sie überqueren die Straße und gehen die Friedhofstraße hinauf. Sie gehen rechts die Straße Am Kleeberg hoch. Dort finden sie hinter der Tennishalle den Wanderparkplatz und die Kapelle.

Friedhof und Friedhofskapelle der Anstalt „Bethesda“ wurden im Mai 1926 ihrer Funktion übergeben, nachdem die bis dahin bestehende Mitnutzung des evangelischen Stadtfriedhofes nicht mehr möglich war. Der bis in die siebziger Jahre hinein rege genutzte Friedhof mit seiner Kapelle verfiel zusehends in den achtziger und neunziger Jahren. Kurz vor der endgültigen Zerstörung der Kapelle setzte sich eine örtliche Initiative aus verschiedenen Vereinen und der Klinikleitung erfolgreich für den Erhalt des Gebäudes und seine Unterschutzstellung ein. Die Kapelle ist nicht nur ein Beispiel für eine einfache aber zweckmäßige funktionale Bauweise ihrer Entstehungszeit mit heimischen Materialien, sondern verbindet auch als eine Art Eingangstor und Übergangsbereich die Ruhe des naturnahen Friedhofes mit dem Kernbereich des dahinter liegenden Alva –Skulpturenparks und seinen vielfältigen Elementen. 

CultureCall Station an der Friedhofskapelle:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie an dieser Kapelle: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte: http://www.cultureapp.com/friedhofskapelle/

Haus Vortlage

Im Süden Lengerichs an der Straße Richtung Ladbergen liegt der ehemalige Rittersitz "Haus Vortlage", der seit dem 13. Jahrhundert als befestigtes Haus auf einer Motte (Erdhügel umgeben von einem Wassergraben) mit hölzernem Palisadenzaun nachweisbar ist. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Herrensitz unter Aufgabe der alten Standorte zu Beginn des 18. Jahrhunderts an seinen heutigen Platz verlagert. Noch heute erinnert die Flurbezeichnung "Zur alten Vortlage" daran.   

Im Jahr 1991 konnte das landschaftlich reizvoll gelegene Haus Vortlage - kurz auch "Vortlage" genannt - bestehend aus einer Mühle, Eichenallee, Gräfte und Haupthaus (Gutshof und Herrensitz), auf sein 700jähriges Bestehen zurückblicken.

Die private Anlage mit der restaurierten Mühle ist nur von außen zu besichtigen, bietet aber dennoch mit der klassizistischen Formensprache des Haupthauses und der Toranlage von 1730 deutlich erkennbar eine Vorstellung adeliger Wohnkultur vergangener Tage.

Alter Eisenbahntunnel

Der alte Eisenbahntunnel Lengerich ist eine markante historische Wegmarke. Der Eisenbahntunnel war von März 1944 bis kurz vor Kriegsende unter dem Tarnnamen „Rebhuhn“ eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg. Die Nazis funktionierten den heute ungenutzten älteren Paralleltunnel im Zweiten Weltkrieg zu einem Außenlager des KZ Neuengamme um. Er diente als Geheimlager der Kriegsproduktion und gewährleistete die Fertigung von Tragflächenprofilen für Jagdbomber durch Polen, Franzosen, Belgier, Ukrainer und auch Deutsche. 200 KZ-Häftlinge frästen hier Tragflächenprofile für Jagdbomber. 20 von ihnen kamen zu Tode. Während man die Häftlinge kurz vor dem Kriegsende auf einen „Todesmarsch“ schickte, diente der Tunnel für die Lengericher Bevölkerung als Schutzraum vor den Bomben und Kämpfen in den letzten Kriegstagen. Heute ist der alte Tunnel vielfach baufällig und daher nicht mehr zugänglich. Jedoch ist es ein Ort, der einerseits Errungenschaft und andererseits Verbrechen in sich vereinigt. In diesem vielschichtigen Erinnerungsort leben heute Fledermäuse. Das Betreten des Tunnels ist nicht möglich!

CultureCall Station am alten Eisenbahntunnel:
An insgesamt neun Hörstationen in der Stadt können Sie interessanten Hörgeschichten lauschen und lernen Lengerich besser kennen. Eine dieser Stationen finden Sie an diesem Tunnel: Klicken Sie hier und lesen bzw. hören Sie die spannende Geschichte: http://www.cultureapp.com/tunnel-lengerich/

Lengericher Hörgeschichten

Hörerlebnisse in Lengerich – Ein ganz besonderer Stadtrundgang

Was macht ein Römer in Lengerich? Und was hat Lengerich mit der Freiheitsstatue in New York zu tun? Kleine und große Entdecker können diesen und weiteren spannenden Fragen bei einem Spaziergang durch Lengerich auf den Grund gehen! CultureCall® heißt das Zauberwort! Culture Call® ermöglicht es, zu bestimmten sehenswerten Gebäuden und Plätzen interessante Geschichten über das Handy aufzurufen. 

An insgesamt acht Hörstationen in der Innenstadt und im nahen Außenbereich sind Telefonnummern hinterlegt. Diese Rufnummern können mit dem Handy angerufen werden, um zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten Informationen zu bekommen. So können Gäste wie auch Bürger interessanten Hörgeschichten über die Lautsprecher ihres Handys lauschen. Der Anruf ins deutsche Festnetz kostet die jeweils üblichen Gebühren des Handyvertrages. Somit ist der Anruf mit einer Festnetz-Flatrate für den Nutzer kostenlos. Smartphone-Besitzer haben zusätzlich die Möglichkeit mit Hilfe eines QR-Codes an den Hörstationen eine Audio- oder Textversion über das Internet abzurufen. Die Lengericher Hörerlebnisse sind rund um die Uhr abrufbar!

Nutzen Sie Ihr Handy als persönlichen Audioguide bei einem Stadtspaziergang und entdecken Sie spannende Geschichten, amüsante Anekdoten und interessante Details über Lengerich! 

Eine Entdeckerkarte mit den Lengericher Sehenswürdigkeiten und den Standorten der Hörstationen ist in der Tourist-Information Lengerich erhältlich oder steht  hier als PDF-Datei (5.2 MB) zum Download bereit!

Übersichtskarte von CultureApp

Stadtverwaltung Lengerich

Tecklenburger Straße 2
49525 Lengerich
Deutschland

Telefon +49 5481 330
Telefax +49 5481 33 199
E-Mail  info(at)lengerich.de

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