Sehenswürdigkeiten

Lengerich zwischen Geschichte, Kunst, Kultur und einem großen Stück Natur - das alles lässt sich in dem beschaulichen Städtchen auf der sonnendurchfluteten Südseite des Teutoburger Waldes erleben. Erste Siedlungsspuren im Lengericher Raum reichen in die Zeit zwischen 2500 und 2000 vor Christus zurück. In den Ortsteilen Wechte, Exterheide und Hohne wurden neben Resten von Großsteingräbern auch Urnen sowie Spuren früherer Besiedlung gefunden.

1147 erstmals urkundlich erwähnt, wird der kleine Ort am Teutoburger Wald schon sehr bald als „Liggerike“ bezeichnet, was als lange Reihe gedeutet wird und die Siedlungsform näher charakterisiert.

Aufgrund seiner verkehrstechnisch günstigen Lage an der Verbindungsstraße zwischen den Städten Münster und Osnabrück und der Grenzlage zu beiden Landesherrschaften, bot sich Lengerich schon frühzeitig als Zwischenstation und Umschlagplatz für den Fernhandel an.

Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden rückten den Ort 1645 sogar für einen Augenblick in den Blickpunkt europäischer Politik und Geschichte.

Und bei so viel Geschichte gibt es natürlich auch einiges zu sehen:

  • Alter Eisenbahntunnel

    Alter Eisenbahntunnel

    Der alte Eisenbahntunnel Lengerich ist eine markante historische Wegmarke. Der Eisenbahntunnel war von März 1944 bis kurz vor Kriegsende unter dem Tarnnamen „Rebhuhn“ eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg. Die Nazis funktionierten den heute ungenutzten älteren Paralleltunnel im Zweiten Weltkrieg zu einem Außenlager des KZ Neuengamme um. Er diente als Geheimlager der Kriegsproduktion und gewährleistete die Fertigung von Tragflächenprofilen für Jagdbomber durch Polen, Franzosen, Belgier, Ukrainer und auch Deutsche. 200 KZ-Häftlinge frästen hier Tragflächenprofile für Jagdbomber. 20 von ihnen kamen zu Tode. Während man die Häftlinge kurz vor dem Kriegsende auf einen „Todesmarsch“ schickte, diente der Tunnel für die Lengericher Bevölkerung als Schutzraum vor den Bomben und Kämpfen in den letzten Kriegstagen.

    Heute ist der alte Tunnel vielfach baufällig und daher nicht mehr zugänglich. Jedoch ist es ein Ort, der einerseits Errungenschaft und andererseits Verbrechen in sich vereinigt. In diesem vielschichtigen Erinnerungsort leben heute Fledermäuse. Das Betreten des Tunnels ist nicht möglich!

    Der alte Eisenbahntunnel gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Altes Rathaus & Rathausplatz

    Altes Rathaus & Rathausplatz

    Das 1897 errichtete und in den 50er Jahren umgestaltete alte Rathaus beherbergte bis 1947 im unteren Teil die Feuerwache und bis 1987 den größten Teil der Stadtverwaltung. Da sämtliche Baumaßnahmen nicht ausreichten, um die weiter wachsende Verwaltung im „Alten Rathaus“ zu behalten, ist diese Ende der 80er Jahre an die Tecklenburger Straße umgezogen.

    Heute befindet sich in den Räumen die Tourist-Information der Stadt, bei der Sie sämtliches Kartenmaterial von Lengerich rund um die Sehenswürdigkeiten unserer Stadt anschauen und mitnehmen können, oder die Stadt einfach mal in seiner vollen „Lenge“ zu erkunden. Zudem bekommen Sie Informationen zu Freizeitangeboten, Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten, aktuelle Veranstaltungshinweise und vieles mehr.
    Neben der Tourist-Information befindet sich die seit 1902 bestehende Stadtbibliothek in diesem Gebäude. Rund 19.000 Medien (u.a. Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, Kassetten, DVD’s etc.) können hier ausgeliehen werden. Des Weiteren hat sich auch das städtische Archiv in diesem Gebäude seinen Sitz. Räumlichkeiten für wechselnde Ausstellungen sind ebenfalls vorhanden. Neben kulturellen Veranstaltungen im ersten Obergeschoß tagen hier noch gelegentlich Ausschüsse der Stadt.

    Der Rathausplatz selbst liegt unmittelbar an der wichtigen Nord-Süd-West-Ost Wegekreuzung bedeutender Handelswege, denen der Ort seine Entstehung verdankt.

  • ALVA-Skulpturenpark mit Lengerich Garden-Project

    ALVA-Skulpturenpark mit Lengerich Garden-Project

    Der „ALVA-Skulpturenpark“ liegt inmitten einer unverwechselbaren Landschaft zwischen den beiden Lengericher Krankenhäusern am Südhang des Teutoburger Waldes und ist ein kontinuierlich wachsendes Projekt des Stadtmarketingvereins Offensive. Ein Rundwanderweg führt durch den gedtalteten Park und verbindet die einzelnen Kunstobjekte sowie die beiden Krankehäuser.

    ALVA steht für „Ars Longa Vita Aeterna“ und bedeutet so viel wie „Die Kunst währt lang, das Leben ewig“. Als erstes Objekt entstand während der Skulptur Biennale Münsterland 2001 das „Lengericher Garden-Project“ des bekannten amerikanischen Künstlers Ronald Jones. Gemeinsam mit Patienten und Lengericher Bürgerinnen und Bürgern wurde ein Garten angelegt, dessen Reiz sich der Betrachter nicht entziehen kann.

    Einen neu angelegten Weg zum idyllischen alten Friedhof mit der restaurierten Friedhofskapelle markieren vier Säulen von Madir Tix, die das Motto "ALVA" aufgreifen.

    Im Jahr 2004 kam das begehbare Labyrinth, 2006 das Kunstwerk "Vanitas Vanitatis" und in 2007 das Kunstwerk "Kartenhaus" hinzu.

    Das Parkgelände der Klinik, welches um 1860 vom Landschaftsarchitekten Lenné etworfen wurde, sowie der Platz vor der Pforte der Klinik mit weiteren Skulpturen, sind ebenfalls Bestandteile des ALVA-Parks.

    Mit der Anlage wird das Konzept verwirklicht, dass zwischen Kunst und Kultur ein reizvolles Wechselspiel entsteht, aber auch eine erkennbare Verbindung erstellt wird. Das Gelände ist für Besucherinnen und Besucher ganzjährig geöffnet.

    Insgesamt ist dieser Park also ein Kleinod, in dem besonders der Jones-Garden mit seinem Aussichtspunkt über Lengerich und „dem grünen Raum“ auffällt. Hier lassen sich Kunst und Natur wunderbar genießen.

  • Canyon

    Canyon

    Schroffe Felswände, türkisblaues Wasser und eine karge Vegetation geben dem sogenannten Canyon seinen besonderen Reiz. Nach Stilllegung des oberirdischen Kalksteinbruchs in den 80er Jahren bildete sich auf der untersten Steinbruchsohle ein türkisblauer See. Besucherinnen und Besucher können diese außergewöhnliche Landschaft von drei Aussichtsplattformen aus genießen. Der Canyon selber und dessen umgebene Landschaft stehen unter Naturschutz – Betreten verboten!

    Der Canyon gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Der Zwischenfall (Brunnen)

    Der Zwischenfall (Brunnen)

    An historischer Stelle errichtet, befindet sich der 1992 von Gerd Ruwe geschaffene Brunnen "Der Zwischenfall". Bei Erschließungsarbeiten wurde an dieser Stelle ein alter gemauerter Brunnenschacht wieder entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass es scih dabei um den Margaretenbrunnen handelt, dessen Wasser heilende Wirkung gehabt haben soll und von den Pilgern während der Wallfahrtszeit Lengerichs im 14. und 15. Jahrhundert aufgesucht wurde.

    Erst nachdem zwei Menschen in ihm ertranken wurde der Brunnen zugeschüttet und nach mehr als 200 Jahren wiederentdeckt.

  • Ev. Stadtkirche

    Ev. Stadtkirche

    Die Südseite der Kirche wird durch alte und neue Gestaltungselemente harmonisch untergliedert. Das im anglo-normannischen Stil um 1250 geschaffene romanische Portal bildet in seiner stilistischen Geschlossenheit ein Kleinod der westfälischen Architektur im Tecklenburger Land.

    In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das 1930 geschaffene Kriegerehrenmal der Stadt, dass in seiner Eindringlichkeit noch heute den Betrachter berührt.

    Die Evangelische Stadtkirche Lengerich in ihrer heutigen Form stammt aus dem 14. bzw. späten 15. Jahrhundert. Das älteste Bauteil ist heute der vierstöckige Kirchturm mit seinen 61 Metern. Das Kirchenschiff wurde 1497 im spätgotischen Stil in Form der westfälischen Hallenkirche vollendet. Ein einziger mächtiger Pfeiler trägt im Inneren der Kirche das Gewicht der Gewölbe von Haupt- und Seitenschiff.

    Eine Besichtigung des Kircheninneren ist auf Anfrage möglich bei der Evangelischen Kirchengemeinde Lengerich, Telefon: 05481-8463745.

    Die Dimensionen der Kirche erinnern an die Blütezeit des Marktfleckens Margareten-Lengerich von 1327 bis zur Reformation 1527. In diesen 200 Jahren war der Ort Wallfahrtsstätte.
    Am Namenstag der heiligen Margareta von Antiochien, dem 20. Juli, versammelten sich in zunehmenden Maße Pilger im Ort, um sie zu verehren.

    Auch soll es einen Brunnen gegeben haben, dessen Wasser heilende Wirkung hatte. Als der Graf von Tecklenburg in seinem Herrschaftsbereich die Reformation einführte, wurde die Wallfahrt zu dem wundertätigen Bild der heiligen Margareta unterbunden und ihr Standbild zerstört.

    Die Ev. Stadtkirche gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Friedensreiter

    Friedensreiter

    Mitten auf dem Rathausplatz befindet sich die Figur "Friedensreiter" von Volker Johannes Trieb aus Jahr 2003.

    In prägnanter Weise greift der Künstler mit seinem Werk die Zeit des Dreißigjährigen Krieges in der Region auf. Der Friedensreiter verkündete die Botschaft vom Friedensschluss nach dem Dreißigjährigen Krieg (1648). Heute verkörpert er die Idee des Friedens. In diesem Projekt verfremdet Trieb den Typus der monumentalen Reiterstatue. Gleichzeit deutet er darauf hin, dass der Reiter im Rummel des Friedensjubiläums 1998 zum inhaltsarmen Abziehbild der Vermarktung zu verkommen droht.

    Ein Aspekt der Ortsgeschichte verdient in diesem Zusammenhang Beachtung:
    Schon im Vorfeld des Friedensschlusses in Osnabrück und Münster trafen 1645 Vertreter der streitenden Parteien zum so genannten "Lengericher Conclusum" zusammen. Als Ergebnis ihrer Gespräche wurde zum ersten Mal ein Mitspracherecht der Reichsstände und freien Reichsstädte in innen- und außenpolitischen Angelegenheiten des Reiches bei den bevorstehenden Friedensverhandlungen vereinbart.

    Diesen Beschlüssen fällt damit überregionale Bedeutung in der beginnenden deutschen Kleinstaaterei zu.

  • Friedhofskapelle & Friedhof

    Friedhofskapelle & Friedhof

    1867 wurde die Klinik "Bethesda" (Klinik für Psychiatrie, heutige LWL-KLinik) eröffnet. Knapp 60 Jahre später erhielt sie einen anstaltseigenen Friedhof mit einer kleinen Kapelle. Bis in die 1970er Jahre fanden in der Kapelle schlichte Beerdigungen mit anschließenden Bestattungen auf dem Friedhof statt.

    Nach Ende der Nutzung verfiel die Kapelle zusehends. Kurz vor dem endgültigen Verfall des alten Gemäuers setzen sich der Stadtmarketingverein Offensive Lengerich e.V., der Heimatverein Lengerich e.V. und die Klinikleitung erfolgreich für deb Erhalt und seine Unterschutzstellung des Gebäudes ein. In den 1990er Jahren gelang dann die Restauration der alten Friedhofskapelle mit viel Engagement und finanzieller Unterstützung örtlicher Vereine und Verbände, Firmen und Privatpersonen.

    Die Kapelle ist nicht nur ein Beispiel für eine einfache aber zweckmäßige, funktionale Bauweise ihrer Entstehungszeit, sondern verbindet auch als eine Art Eingangstor und Übergangsbereich die Ruhe des naturnahen Friedhofes mit dem Kernbereich des dahinter liegenden ALVA-Skulpturenparks und seinen vielfältigen Elementen.

    Die Friedhofskapelle gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Gempt-Halle & Gempt-Turm

    Gempt-Halle & Gempt-Turm

    Am Rande der Innenstadt, aber dennoch zentral, liegt das Gebäude der ehemaligen Drahtseilfabrik J. H. Gempt. Seit 2004 Veranstaltungsort für Stadt und Region, war der Komplex der Gempt-Halle ursprünglich Bestandteil des Drahtseilwerkes.

    Die 1856 gegründet Firma "Gempt" erweiterte - dank des rasanten Austiegs während des 1. Weltkrieges - ihr Gelände noch um die Gempt-Halle, zur Verbesserung von Qualität und Quantität ihrer Produkte.

    Die Gempt-Halle besteht aus drei Hallenschiffen. Alle drei Schiffe wurden in der damals modernen Stahlbetonskelettbauweise errichtet. Der für den Betrieb der Glühöfen vorgesehene, 60 Meter hohe Schornstein mit Kühlwasserbehälter (Fassungsver,ögen ca. 150.000 l), wurde erst im April 1919 in Betrieb genommen und steht heute unter Denkmalschutz. Von 1957 bis 2002 nutzte die benachbarte Maschinenbaufirma Windmöller & Hölscher die Hallenschiffe als Gießerei und Lager.

    Unter starker Bürgerbeteiligung wurde ein überlegter Abriss verhindert. Nach dem Umbau finden aufgrund der vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten heute Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lesungen, Märkte, Familienfeiern und vieles mehr in der Gempt-Halle statt.

    Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Gempt-Halle unter www.gempthalle-lengerich.de.

    Die Gempt-Halle gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Generationenpark

    Generationenpark

    Der Generationenpark ist vom Stadtmarketingverein Offensive Lengerich e.V. geplant, gestaltet und in die Tat umgesetzt worden. Der Generationenpark Gempt, zwischen dem Veranstaltungsort Gempt-Halle und dem angrenzenden Seniorenzentrum Gepmt gelegen, soll auf dem ehemaligen Industrieareal generationenübergreifend Jung und Alt in Bewegung versetzen: neben Ruhezonen mit Sitzmöglichkeiten wurden multifunktionale Spielgeräte zu den Themen Geschicklichkeit und Bewegung für alle Altersgruppen, ein Bouleplatz sowie ein Aktionsfeld angelegt.
    Mittelpunkt des Parks ist eine von Blumeninseln eingerahmte große Rasenfläche mit mobilen Sitzgelegenheiten für ein Sonnenbad.

    Verschiedene Veranstaltungen füllen den Park zusätzlich mit Leben.
    Im Jahr 2010 wurde der Generationenpark als "Ort im Land der Ideen" der bundesweiten Aktion "365 Orte im Land der Ideen" ausgezeichnet.

  • Gut Erpenbeck

    Gut Erpenbeck

    Der ehemalige Gräftenhof mit einer gut erhaltenen und restaurierten Wassermühle (Öl- und Getreidemühle) und einem hölzernen Torbogen aus dem Jahr 1766 wird erstmals im Jahr 1230 urkundlich erwähnt. Die Kornmühle wurde 1970 stillgelegt. 1991 wurde die Technik sorgfältig restauriert und wieder betriebstüchtig gemacht, so dass man sich vor Ort über die Vorgänge in einer Getreidemühle informieren kann.

    Auf dem „Gut Erpenbeck“ befinden sich heute eine 1.100 Jahre alte Eibe, ein Speicher, ein Wohnhaus und eine Schinkenräucherei. In dem angegliederten Hofladen können viele Erzeugnisse wie Spargel, Wurst- und Fleischwaren, Marmelade und vieles mehr erworben werden. Ab 20 Personen sind Betriebsführungen nach Absprache möglich.

    Weitere Informationen zum Gut Erpenbeck erhalten Sie auf der Homepage www.gut-erpenbeck.de.

  • Haus Vortlage

    Haus Vortlage

    Im Süden Lengerichs, an der Straße "Vortlager Damm“, Richtung Ladbergen, liegt das seit dem 13. Jahrhundert nachweisbare ehemalige Rittergut „Haus Vortlage“. Als befestigtes Haus auf einer Motte (Erdhügel umgeben von einem Wassergraben) mit hölzernem Palisadenzaun, wurde der Herrensitz unter zweimaliger Aufgabe der alten Standorte zu Beginn des 18. Jahrhunderts an seinen heutigen Platz verlagert. Noch heute erinnert die Flurbezeichnung „Zur alten Vortlage“ daran.

    Im Jahr 1991 konnte das landschaftlich reizvoll gelegene Haus Vortlage - kurz auch „Vortlage“ genannt - bestehend aus einer Mühle, Eichenallee, Gräfte und Haupthaus (Gutshof und Herrensitz) auf sein 700-jähriges Bestehen zurückblicken.

    Die private Anlage mit der restaurierten Mühle ist nur von außen zu besichtigen, bietet aber dennoch mit der klassizistischen Formensprache des Haupthauses und der Toranlage von 1730 deutlich
    erkennbar eine Vorstellung adeliger Wohnkultur vergangener Tage .

  • Heimathaus

    Heimathaus

    Das Heimathaus ist eines der ältesten Gebäude in Lengerich. Die Geschichte des für die Region typischen Ackerbürgerhauses reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück.

    Seine heutige Gestalt mit Haupthaus und klassizistischer Werksteinfassade erhielt das Haus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach der umfassenden Restaurirung hat dort der Heimatverein Lengerich sein Domizil gefunden und stellt dort seine Exponate aus. Besichtigungen sind auf Anfrage möglich.

    Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Heimatvereins unter www.heimatverein-lengerich.de.

    Das Heimathaus gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Kontor

    Kontor

    Das alte, im Kern aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude, wird noch heute als "Kontor" bezeichnet. Es war bis Ende des 19. Jahrhunderts Wohnhaus der Familie J.H. Gempt, die hier zunächst eine Zichorien- und Pumpernickelfabrik betrieb und ab 1856 erst Hanf- und später Drahtseile herstellte. Hier war neben der Verwaltung in einem Anbau der Pförtner untergebracht. Die Arbeiter passierten hier die Stechuhr zum Werksgelände.

    In den Jahren 1896 und 1897 erhielt das "Kontor" seine spätklassizistische Fassade. Es ist nicht nur ein Beispiel städtischen Wohnens auf dem Lande, sondern auch Keimzelle eines aus bescheidenen Anfängen entstandenen Großunternehmens, welches den Ruf Lengerichs als Industriestandort mitbegründet hat.

  • Megalithgrab

    Megalithgrab

    Wer in die Frühzeit der Region eintauchen möchte, kann dies bei dem Megalithgrab im Lengericher Ortsteil Wechte machen. Das rund 4.500 Jahre alte Hünengrab wurde 1927 entdeckt und teilrekonstruiert. In dem Grab wurden über lange Zeiträume hinweg Angehörige einer Großfamilie mit Grabbeigaben beigesetzt. Sie geben uns einen Einblick in die Begräbniskultur unserer Vorfahren aus der jüngeren Steinzeit.

    Zwei Reihen von Findlingen, die mit Trockenmauerwerk zusätzlich ausgefüllt waren, wurde eine Lage von Decksteinen (ebenfalls Findlinge) aufgesetzt. Die Gesamtanlage wurde mit Geröll und Erde überdeckt, so dass eine wirkliche Grabkammer entstand.

    Einige Meter weiter südwestlich wurde ein zweites, kleineres Grab entdeckt. Seine Findlinge wurden zum Zweck einer anschaulichen Rekonstruktion in das erste Grab integriert.

    Das Megalithgrab gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Römer

    Römer

    Das Wahrzeichen der Stadt Lengerich, dessen Namensdeutung im Dunkel der Geschichte liegt, diente seit dem 13. Jahrhundert als Tordurchgang zum Kirchhof.

    Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde es durch Aufstockung auch für Wohnzwecke genutzt. Im Jahr 1850 wurde das Gebäude von der Stadtverwaltung erworben, wodurch der Römer zunächst zum Teil als Rathaus, als Gefägnis und Feuerwehrgeräteunterstand genutzt wurde.

    Etwas später, 1897 bis 1905, hatte man keine Verwendung mehr für die Räumlichkeiten. Ab 1905 wurde der Römer als Klassenzimmer der traditionsreichen Amtsrektorartsschule sowie als städtisches Archiv und im unteren Teil für Geschäftsräume genutzt.

    Heute ist das Gebäude ein gemütliches Restaurant. Die Räume im oberen Stockwerk können auf Wunsch für standesamtliche Trauungen genutzt werden.

    Der Römer gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Wanderhütte auf dem Lengericher Berg

    Wanderhütte auf dem Lengericher Berg

    Vom Lengericher Berg aus genießen Spaziergänger und Wanderer eine herrliche Aussicht über Lengerich bis ins flache Münsterland. Richtung Norden eröffnet sich der Blick in das hügelige Osnabrücker Land. Dieser Platz, an dem heute die Wanderhütte steht, verdankt seinen Namen der kleinen Baumgruppe, die im Lengericher Volksmund seit Generationen „Max und Moritz“ genannt wird.

    Die Wanderhütte gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

  • Wapakonetaplatz & Dyckerhoffbrunnen

    Wapakonetaplatz & Dyckerhoffbrunnen

    Am Ende der Fußgängerzone liegt der Wapakonetaplatz mit dem Dyckerhoffbrunnen.

    Anlässlich ihres 125jährigen Firmenjubiläums schenkte die Dyckerhoff AG der Stadt Lengerich dieses Kunstwerk. Der 1990 von der Künstlerin Christine Rostalski aus Beton geschaffene Brunnen soll Design und Wasser harmonisch miteinander vereinen und somit eine entspannte Atmosphäre schaffen.
    Der Betrachter soll erfrischt werden und offen für Kommunikation sein. Diese moderne Arbeit demonstriert deutlich, dass selbst Beton schön sein kann, wenn er künstlerisch bearbeitet worden ist.

    Der Platz erhielt seinen Namen und eine Gedenkplatte im Jahr 2004 anlässlich der zahnjährigen Partnerschaft zwischen den Sister-Cities Wapakoneta in Ohio (USA) und Lengerich.

    Der Wapakonetaplatz gehört zu einer der "Hörerlebnisse-Stationen" in Lengerich. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.

    Hinweis:
    Zur Zeit finden auf dem Wapakonetaplatz sowie rund um den Dyckerhoffbrunnen Bauarbeiten statt. Der Brunnen ist weiterhin zu sehen, allerdings von Bauzäunen umgeben. Die Bauarbeiten werden noch bis Anfang / Mitte 2019 andauern.

  • Westfälisches Feldbahnmuseum

    Westfälisches Feldbahnmuseum

    An zahlreichen Lagerstätten in und um Lengerich wurden in früheren Jahrzehnten Bodenschätze abgebaut. Feldbahnen waren für den Transport dieser Rohstoffe ein unverzichtbares Instrument, um sie von den Gewinnungsstätten zu den Verarbeitungsbetrieben sowie auch innerhalb der Produktionsstätten zu transportieren.

    Durch den Erhalt, die Restaurierung und die Präsentation von Feldbahnmaterialien, dokumentiert das Westfälische Feldbahnmuseum Lengerich die Geschichte dieses Transportsystems. Eine umfangreiche Sammlung wird in einem lebendigen Museum - anfassen erlaubt! - stilecht präsentiert. Die baulichen Anlagen vermitteln den Eindruck einer befördernden Feldbahn in "wildromantischer" Umgebung und eine kurze Fahrt vermittelt den Besucherinnen und Besuchern den feldbahntypischen Fahrkomfort.

    Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Westfälischen Feldbahnmuseums auf www.eisenbahnfreunde-lengerich.de.